50 Jahre - VFL 1949 Theesen
- Erinnerungen - Perspektiven -
DIE NEUGESTALTETE SPORTANLAGE MIT SPORTHEIM WIRD FERTIG . . .
Im Januar 1972 wird dem Verein mitgeteilt, daß das neue Sportheim
ab sofort benutzt werden kann. Auf der JHV des Gesamtvereins löst Hans
Kohring als neuer 1. Vorsitzender Bernd Lankes ab. Es ist der Verdienst
von Bernd Lankes, daß de r Verein in seiner Regentschaft zu einem
echten Breiten- sportverein geworden ist. Am 11. März 1972 findet in
der Stadthalle in Spenge das große Vereinsfest "Rot-Weiße Nacht"
statt. Der Festausschuß hatte ein tolles Programm auf die Beine gestel
lt, zum Tanz spielte das Heeresmusikcorps Münster. Über 400 Personen
füllten die Stadthalle in Spenge bis auf den letzten Platz, mehrere
Busse sorgten für die An- und Abfahrt nach Theesen/Jöllenbeck.
Eine "Große Tombola" sorgte dann auch f ür einen finanziellen
Überschuß dieses gelungenen Festabends.
Die neugegründete Volleyballabteilung nimmt 1973 mit einer Jugendmannschaft
am Spielbetrieb teil. Die ersten Heimspiele wurden in der Sporthalle der
Westerfeldschule ausgetragen. Als Gegner reisten die Vereine PSV Herford
und CVJM Stieghor st an. Leider mußte diese Abteilung dann später
aufgrund fehlender Hallenkapazitäten den Übungs- und Spielbetrieb
wieder einstellen.
Ebenso achtbare Erfolge konnten die T.T.-Jugendmannschaften erzielen.
Es wurde sogar eine Mädchenmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet.
In der Fußballabteilung nehmen zu diesem Zeitpunkt 10 Mannschaften
am Spielbetrieb teil. Die 1. Mannschaft belegt in der 2. Kreisklasse zum
Serienschluß einen undankbaren 2. Platz hinter dem einzigen Aufsteiger
Spvg. Fichte 06/07 II !
Jetzt wird auch der neue Rasenplatz für den Spielbetrieb freigegeben.
Zunächst dürfen 2 Spiele pro Woche auf diesem herrlichen Rasenteppich
ausgetragen werden. Ein Problem wird dabei sofort ersichtlich, da an den
Wochenenden meistens 4-5 Heimspiele ausgetragen werden müssen. Auch
weiterhin müssen Heimspiele auf fremden Plätzen ausgetragen werden,
z.B. DreeKerheide oder auf dem Hartplatz an der ehemaligen Gellershagenschule.
Ein 2. Sportplatz ist dringend erforderlich, da auch der kleine Hartplatz
vor dem Rasenplatz nur als Trainingsplatz genutzt werden kann. Allenfalls
waren Knabenspiele mit 7er Mannschaft möglich.
Die Bielefelder Presse berichtet Ende 1973 über die Sorgen der
Fußballabteilung des VfL und die Kommune signalisierte ihre Bereitschaft
zum Bau eines zweiten Sportplatzes. Dieser soll dann in erster Linie für
das Training sein und de shalb auch mit einer 6-Mastenflutlichtanlage ausgerüstet
werden. Die Altliga erringt 1974 den Titel des Bielefelder Hallenmeisters.
In der Spielzeit 1974/75 will nun die 1. Mannschaft den Aufstieg zur Kreisliga
A realisieren. Beide Ma nnschaften (1. und Reserve) wurden Halbzeitmeister
und der Aufstieg war sehr nah. - Das 1. Internat. A-Juniorenturnier findet
am 1. + 2. Juni 1974 auf dem schönen Rasenplatz in Theesen statt.
Die ersten ausländischen Gäste waren 2 Mannschaften aus Huddersfield/England.
Die Gruppe aus England war vom 31. Mai-06. Juni in Theesen zu Gast.
Dabei besuchten die Gäste u.a. historische Sehenswürdigkeiten
in Bruchhausen-Vilsen, Enger, Oerlinghausen, Bauernhausmuseum Bielefeld
und man unternahm eine Segelpartie auf dem Dümmer See. Während
ihres Aufenthaltes wohnten die Gäste in der Jugendherberge in Bielefeld-Sieker.
In diesem Jahr 1974 feiert der Verein auch sein 25-jähriges Bestehen.
Dabei wurden für ihre langjährigen Verdienste bzw. Mitgliedschaft
in einer Feierstunde besonders geehrt:
-
Der "Hüttenwirt" Heinrich Heidemann,
-
Herman Janello,
-
Günter Horstkotte,
-
Walter Horst,
-
Gerhard Büscher,
-
Karl-Heinz Heidemann,
-
Dr. J. Möhring,
-
Willi Mahne und
-
Hans Kohring.
Die Feierstunde fand am 7. Juni 1974 in der Gaststätte "Krug zum grünen
Kranze" statt.
Inzwischen war die Damen-Prellballmannschaft gegründet und eilte
sofort von Erfolg zu Erfolg. Die Hauptstützen Renate Büscher,
Monika Klein, Christa Nolting, Margot Hagedorn und Claire Tielke wurden
von Kurt Strassburger (Gadderbaumer TV) trainiert und konnten zahlreiche
Siege und auch Meisterschaften erringen. Diese erfolgreiche Abteilung mußte
dann leider später den Spielbetrieb einstellen, es fehlte einfach
an geeigneten Nachfolgerinnen. Ansporn vielleicht für eine Neugründung?
Die Fußballabteilung des VfL Theesen wurde in dieser Zeit besonders
geprägt von den Sportkameraden Gerhard Nolte, Günter Tielke,
Werner Garbe, Ernst Klostermann, Bernd Schmidtke, Dieter Boge, Gerhard
Büscher und Willi Jacobi. Gleichwohl nahmen auch die Ehefrauen dieser
Sportfreunde regen Anteil am Hobby ihrer Männer. Unter der Leitung
von Klaus Weber - der immer mehr in die Fußstapfen von Walter Engelbrecht
schlüpft - begannen jetzt sehr erfolgreiche Jahre im Junioren- und
Seniorenbereich. So konnte dann im letzten Spiel der Saison 1974/75 gegen
die Mannschaft von DJK Blau-Weiß mit einem 1:0 Sieg die Meisterschaft
der 2. Kreis- klasse und damit der Aufstieg zur 1. Kreisklasse gefeiert
werden. An diesem Erfolg waren beteiligt:
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Dieter Boge,
-
E. Beier,
-
H.J. Schaknies,
-
H.J. Kreft,
-
Hennes Wiemeler,
-
Wolfgang Schmidt,
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Jürgen Tönsing (Spielertrainer),
-
H. Exner,
-
Herbert Tiemann,
-
N. Steinke,
-
F. Büscher,
-
Rainer Eickmeyer,
-
U. Stöck,
-
P. Bergau,
-
H. W. Behle,
-
H.J. Kallmeier,
-
M. Knoop und
-
W. Temming.
Betreut wurde die Mannschaft damals von Karl-Heinz Rocklage und Ernst Klostermann.
Vom 23.-30. Mai 1975 weilten die A-Junioren des VfL Theesen für
eine Woche in Birmingham England, gemeinsam mit der Mannschaft des TuS
Dornberg. Die Organisation dieser Reise lag in den Händen von H. Th.
Schäpersmann und H.W. Koch . Es wurde allen Teilnehmern sehr viel
geboten, diese Reise blieb für alle Teilnehmer unvergeßlich.
Pfingsten 1975 weilte zum ersten Mal der TV Hamburg-Farmsen mit seinen
A- und B-Junioren in Theesen. Beide Mannschaften nahmen an Turnieren teil
und dies war der Beginn einer jahrelangen Freundschaft zwischen beiden
Vereinen. Nur zu gern erin nern wir uns der schönen Stunden mit den
Sportfreunden aus Hamburg. Noch heute bestehen Verbindungen befreundeter
Familien aus Hamburg und Theesen.
Unvergeßlich wird die große ROT-WEISSE-NACHT 1976 bei allen
Beteiligten bleiben. Fast 500 Besucher füllten die Stadthalle in Spenge
und das Fanfarencorps der HANNEN-Brauerei (1. Bundes- Fanfarenzug Neuss)
brachte die Stadthalle zum Überkochen. . . Die Prellball-Damen wurde
in diesem Jahr Vize-Westfalenmeister.
Am 03. Dezember 1976 wurde dann die Tennisabteilung offiziell gegründet.
Die Führung übernahm Hans-Theo Schäpersmann. Unter seiner
Regie begann die Planung von drei Tennisplätzen. Der ehemalige Trainingsplatz
der Fußballabteilung konnte hierfür Verwendung finden, die Fußballer
sollten später den 2. Rasenplatz mit einer Flutlichtanlage erhalten.
Dieser sorgte dann für bessere Trainings- bedingungen für die
Fußballer des VfL Die Tennisplätze wurden von den Mitgliedern
in Eigenarbeit erstellt, nur in vereinzelten Situationen mußte die
Hilfe von Firmen in Anspruch genommen werden. Außerdem gab es für
den Bau dieser Anlage Zuschüsse von de r Stadt Bielefeld und vom Land
Nordrhein-Westfalen.
Am 19. Juni 1977 erfolgte dann die Einweihung der neuen Tennisanlage
in Theesen. Die Tennisabteilung war zu dem Zeitpunkt die 8. Abteilung im
VfL Theesen und sie trug wesentlich zur Attraktivität des Gesamtvereins
bei. Es hatte 3 Jahre ged auert, bis der Weg durch die verschiedenen Instanzen
geschafft war. Ein in Eigenarbeit erstellter Lärmschutzwall löste
dann auch zunächst die Probleme mit der Nachbarschaft. Der VfL Theesen
konnte seinen Mitgliedern eine der schönsten Sportanlagen in Bielefeld
anbieten.
Im Jahre 1977 fand auch die 1. Jugend-Sportwerbewoche des VfL Theesen
statt. In einer Woche präsentierte sich dabei die Jugendabteilung
des VfL seinen Mitgliedern und den Besuchern der einzelnen Veranstaltungen.
Diese Gr undidee wurde bis heute beibehalten und zählt heute zu den
wichtigsten Jugendturnieren in Deutschland.
1977 war auch das Jahr des Wechsels in der langjährigen Betreuung
des Sportheims durch Heinrich Heidemann. 70-jährig erklärte der
langjährig für den VfL tätige "Hüttenwirt Onkel Heini"
aus gesund- heitlichen Gründen s einen Rücktritt. Zu diesem Anlaß
hat er seine engsten Sportfreunde zu einem "Umtrunk" in seinen eigenen
Garten eingeladen. Viele Sportfreunde folgten seiner Einladung und sagten
Dank für die jahrelange gute freundschaftliche Betreuung im Sportheim.
Elf weitere Jahre, bis zu seinem Tode in 1988 verfolgte er mit regem Interesse
die Weiterentwicklung seines VfL. Sein Nachfolger als "Hüttenwirt"
und Betreuer des Sportheimes wurde der frühere Torwart der 1. Fußball-
mannschaft, "Männe" Witten breder.
Auf der JHV des Gesamtvereins 1978 konnte vermeldet werden, daß
nunmehr 584 Mitglieder dem Verein angehören. Heinrich Heidemann wurde
zum Ehrenmitglied ernannt und Ernst Klostermann wurde zum neuen 1. Vorsitzenden
gew ählt. Zu diesem Zeitpunkt gab es im VfL Theesen folgende Abteilungen:
Fußball, Damengymnastik, Damen-Prellball, Judo, Tennis, Tischtennis,
Trimm-Dich für Männer und Volleyball.
Leider wurden die Abteilungen Damen-Prellball, Judo und Volleyball inzwischen
wieder aufgelöst. Als Hauptursache sind hier die fehlenden Hallenkapazitäten
zu nennen. Ein Problem, daß leider auch bis heute nicht gel öst
werden konnte.
Die ROT-WEISSE-NACHT 1978 wurde mit einem interessanten Sportteil aufgelockert.
So nahmen z.B. so bekannte Erstligafußballer wie die Kremers-Zwillinge
und Dieter Brei teil wie auch eine bekannte Gymnas tikgruppe aus Bochum.
Auch der spätere Manager des DSC ARMINIA - Rüdiger Lamm - zeigte
sein Können in einem Tischtennis-Schaukampf gegen Wolfgang Rudolph.
Leider zerbrach dabei auch die Tischtennisplatte.
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